Krankenkasse darf nicht auf Versorgung mit unzureichenden Hörgeräten verweisen

Nach der BSG Rechtssprechung haben gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf die Hörgeräteversorgung, die die nach dem Stand der Medizintechnik bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen Gesunder erlaubt, soweit dies im Alltagsleben einen erheblichen Gebrauchsvorteil bietet.

Die Festbetragsregelung ermächtigt als Ausprägung des Wirtschaftlichkeitsgebots zu Leistungsbegrenzungen nur im Hinblick auf die Kostengünstigkeit der Versorgung, nicht aber zu Einschränkungen des GKV-Leistungskatalogs. Kann die gebotene Versorgung mit einem Festbetrag nicht gewährleistet werden, bleibt die Krankenkasse verpflichtet die weiteren Kosten für eine Hörgeräteversorgung zu übernehmen.

Siehe BSG Entscheidung vom 17.12.2009 mit dem Az.: B 3 KR 20/08 R

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