Familienrecht

Den Bereich Familienrecht bearbeitet bei uns Rechtsanwalt und Mediator Florian Gommel.

Eltern
Eltern haben Recht auf Unterstützung, das fängt beim Elterngeld in den ersten Lebensmonaten an und setzt sich bis zum 21. Lebensjahr durch Leistungen des Jugendamtes beispielsweise bei lernschwachen oder besonders begabten Kindern fort.

Großeltern
Großeltern haben eigene Rechte im Umgang mit ihren Enkelkindern. Gleichzeitig werden sie häufig mit hohen materiellen und ideellen Erwartungen ihrer Kinder konfrontiert. Das Thema “Richtig Vererben” hängt in der Luft. Ein begleitetes Gespräch kann hier Verständnis fördern, Brücken bauen und zu klaren, fairen Entscheidungen führen. Werden die Großeltern pflegebedürftig stellt sich die Frage wer die Pflegekosten trägt. Weiteres hierzu unter dem Stichwort “Unterhalt”.

Kinder
Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, auf Kindergeld, beziehungsweise auf Leistungen der Unterhaltsvorschusskasse für maximal 6 Jahre bis spätestens zum 12. Geburtstag, sofern der barunterhaltspflichtige Elternteil nicht leistet.

Scheidung
Eine Scheidung kann ohne Kinder ganz einfach sein. Mit Kindern kann sie sehr schmerzhaft werden. Das Verfahren dauert in Berlin ab Klageeinreichng in einfachen Fällen ca. 1 Jahr. Sofern Sie ein Jahr getrennt leben und beide Eheleute sich scheiden wollen handelt es sich um einen einfachen Fall.

Sorgerecht
Wohin dürfen die Kinder mit in den Urlaub genommen werden? Auf welcher Schule sollen sie eingeschult werden. Welche Impfungen sollen erfolgen? Sind die Eltern verheiratet, steht ihnen das Sorgerecht gemeinsam zu.

Sind die Eltern bei der Geburt nicht verheiratet, steht ihnen das Sorgerecht nur dann gemeinsam zu, wenn wenn die Mutter und der rechtliche Vater bei dem Jugendamt eine förmliche “Willenserklärung zur gemeinsamen Ausübung der elterlichen Sorge” abgeben, oder wenn die Eltern einander heiraten.

Haben sich die Eltern getrennt und praktzieren ein Wechselmodell, ist eine schriftliche Festlegung der Betreuungszeiten und der Übergabemodalitäten sinnvoll. Hier bietet sich explizit die Durchführung einer Mediation an.

Hat bisher nur ein Elternteil das Sorgerecht inne kann seit Juli 2010 das Familiengericht den Eltern auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge gemeinsam übertragen. Zumindest soweit zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl entspricht. Väter und Mütter ohne Sorgerecht haben daher nun eine leichtere Möglichkeit am Sorgerecht teilzuhaben.

Umgang
Das Umgangsrecht ist ein Recht und eine Pflicht, die der Gesetzgeber für das Elternteil vorsieht, welches nicht mit Kind zusammen lebt. Wenn der Umgang mit dem anderen Elternteil für das Kind eine Gefährdung darstellt, kann das Umgangsrecht vom Familiengericht auf begleiteten Umgang und wenige Stunden begrenzt werden. Bei Kindern unter drei Jahren die Erzwingung eines Umgangsrechts nicht angezeigt. Ansonsten ist ein Wochenende alle zwei Wochen üblich.
Auch Großeltern steht ein Umgansrecht mit ihren Enkelkindern zu.

Unterhalt
Auf den Kindesunterhalt kann nicht verzichtet werden. Richtilinien für die Höhe der Unterhaltspflicht ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle
Sofern Sie ihre Kinder zu gleichen zeitlichen Teilen betreuen, müssen Sie an den anderen Elternteil keinen Kindesunterhalt auszahlen. Ansonsten leistet der Elternteil bei dem die Kinder hauptsächlich wohnen den Betreuungsunterhalt und der andere Elternteil den Barunterhalt.

Wenn die Eltern pflegebedürftig werden kann eine Unterhaltspflicht der Kinder entstehen, der sogenannte Elternunterhalt. Es bestehen jedoch Einkommens- und Vermögensfreibeträge bei den Kindern, deren Höhe unter anderem vom Alter der Kinder und deren bisherigen Altersvorsorgebemühungen abhängig ist.

Bei einer 50-jährigen Person beispielsweise, die bei einem Einkommen von 48.000 € brutto 30 Jahre lang 5 % ihres Bruttoeinkommens für eine sekundäre Altersvorsorge (monatlich 200 €) angelegt hat,  müßte das Schonvermögen, bei einer Verzinsung von 3 %, ca. 116.000 €  betragen.